Welches Fahrrad passt zu mir?

Kategorie: Sonstiges | Share: funkygog       

Mein altes Fahrrad hat nach und nach seinen Geist aufgegeben. Lose Speichen, Tretlager hat Spiel, abgefahrene Bremsen, Vorderlampe abgerissen…
Die Summe der Reparaturen hätte sicherlich den Preis eines neuen Fahrrads überstiegen.

Also musste ein neues Fahrrad her.
Und damit fingen die Überlegungen / Recherche an.

1. Frage: Was will ich? / Wozu benötige ich das Fahrrad?
  • Für den Stadtverkehr. Um z. B. damit zur Arbeit zu fahren.
  • Für kleinere Einkäufe. Eine Wasserkiste sollte man schon damit transportieren können.
  • Und da ich mich in Hamburg befinde, ist nur mit wenigen Bergen zu rechnen. (Thema: Gangschaltung)
  • Meine sportlichen Ambitionen halten sich in Grenzen.
  • Wartungsarm – wenig Pflegeaufwand

Das Fahrrad sollte Verkehrssicher ausgestattet sein. (Lichtanlagen und Bremsen).
Und ich habe keine Lust morgens diverse Lampen, Schutzbleche und dergleichen an’s Fahrrad zu klicken, wie man das immer bei den Mountainbike-Fahrern sieht. Mein Lichter dürfen gerne Kraft meines
Körpereinsatzes angetrieben werden und nicht mit Strom aus der Steckdose (Akkus).

Resultat:
Ein Citybike, früher schlicht Fahrrad genannt, ist für mein Profil am geeignetsten. siehe auch: Übersicht von Fahrradtypen

2. Frage: Erforderliche Ausstattung / Was darf es kosten?
  • Bremsanlage [Infos]: Das Fahrrad soll eine Rücktrittbremse haben. (Ist bei Citybikes Standard) und zwei (!) zusätzliche Bremsen.
    Bei der Vorderradbremse besteht immer die Gefahr vorne über zu kippen.
  • Nabendynamo [Infos]: Ich fahre generell mit Licht, da man im Großstadt-Jungle auch bei Tag so besser gesehen wird.
  • Gangschaltung: mindestens 5-Gänge – gerne mehr. Die Schaltung sollte wartungsarm und robust sein. Am besten von Shimano o. ä.
  • Federung: Schwierig zu beantworten. Eine Sattelstützen-Federung hat so ziemlich jedes Fahrrad. Ob man noch eine vordere Gabel-Federung benötigt? Ich habe mich dagegen entschieden, da mir das Gewicht des Fahrrads wichtiger erscheint. (Macht ca. 2KG aus).

Aus diesen Anforderungen resultiert der Preis. Citybikes mit dieser Ausstattung sind ab ca. 300,-€ zu bekommen.
Ich habe mein Limit bei 500,-€ gesetzt. Daür will ich dann lieber mehr Markenteile am Fahrrad haben und eine bessere Gangschaltung. (7- oder 8-Gang)

3. Frage: Wo gibt es „mein“ Fahrrad zu kaufen?

Dazu habe ich zunächst diverse Online-Shops aufgesucht:

*= Händler in Hamburg vertreten

Kaufen wollte ich das Fahrrad in Hamburg. Ist immer besser wenn man einen Händler vor Ort hat.

Ganz hilfreich auch: Testberichte.de

4. Frage: Welche Rahmengröße passt zu mir?

Rahmenhoehne-Fahrradtypen-klDie Beantwortung dieser Frage erwies sich als recht schwierig. Im Internet findet man dazu zwar einige Seiten, aber die Ergebnisse weichen voneinander ab.

Was macht man, wenn man selber nicht weiter weiß? Man fragt jemanden der davon Ahnung hat!
Detlef von dem Blog Rund-ums-Rad war so nett und hat bei einigen Herstellern mal nachgefragt.
Resultat: Eine Zuordnung von Rahmengröße und Schrittlänge / Körpergröße funktioniert nicht so einfach. Es spielen hierbei zu viele Faktoren eine Rolle [Sitzposition | Sattel- und Lenkerposition | Vorbaulänge | körperlicher Zustand des Fahrers…]
Siehe hierzu seinen Beitrag: Mythos Rahmenhöhe (siehe Bild)
Um ein Testen kommt man nicht herum. Letztendlich entscheidet dann das Bauchgeühl.

Hercules Freelite 8 BildMein neues Fahrrad:
Aufgrund der Recherche bin ich gelandet beim:

  • Hercules Freelight 8
    Das Fahrrad (evtl. ein ganz ähnliches Modell)
    habe ich für 450,-€ bei 1000 Räder gekauft.

8 Kommentare für » Welches Fahrrad passt zu mir?

  1. Denis

    Würd mir auch gern n richtig gutes Mountainbike kaufen, das auch was aushält. Aber ich fahr einfach zu wenig und daür ist mir der Preis zu hoch.
    Hut ab für die 400 Euro ;)

  2. funkygog

    Kleinere Fahrradhändler haben oft sehr gute und gepflegte gebrauchte Fahrräder. Bei MBs lässt sich das ein oder andere Teil ja noch austauschen. Ist ein Versuch wert.

  3. Robert

    Wie praktisch, auch ich wollte mich in nächster Zeit wieder um einen sog. „Drahtesel“ bemühen, da man mir meinen alten doch tatsächlich geklaut hat, was mich angesichts des Alters und des Zustandes doch ein bisschen verwundert. Interessant finde ich, dass bei Dir das Aussehen kaum ein Rolle spielt, sondern ausschließlich eher funktionale und preisliche Interessen in der Vordergrund gerückt sind, das wäre zumindestens bei mir anders, obwohl es natürlich auch „nichts“ kosten soll :)
    Ich hoffe, nein, ich rechne damit dein neues Fahrrad bald hier im Blog kennenzulernen.

  4. funkygog

    Hallo Robert,
    tatsächlich stand bei mir die Funktionalität im Vordergrund. In dem Preissegment ähneln sich die Fahrräder sehr stark.
    Für Design muss man dann doch tiefer in die Tasche greifen.
    Mein neues Fahrrad ist zumindest weniger klotzig als mein vorheriges.
    Foto wird nachgeliefert.

  5. Robert

    Da verbirgt sich ja eine Menge an feinen Komponenten im schlichten City-Bike Outfit. Zum Design muss man nicht unbedingt tiefer in die Tasche greifen, es kommt eben darauf an, was man möchte. Ein gutes „altes“ Hollandrad finde ich beispielsweise sehr stylisch :) Selbstverständlich geht das dann natürlich zu lasten der Funktionsvielfalt.

  6. funkygog

    So ein Hollandrad hat definitiv mehr Stil, das hätte mir auch gefallen. Aber was passendes ist mir leider nicht begegnet. Und die schönen Gazelle Räder sind dann wieder teurer.

  7. Franzi Hollandrad

    Hallo,
    kennt ihr eine Seite mit online-Kaufberatung? Wo ich eingeben kann, für was ich das Fahrrad gebrauche, Preisvorstellung etc. und dann eine Auflistung kriege, was tatsächlich nützlich ist und was nicht? Hab damals so was für meinen Fernseher gefunden und war sehr nützlich.
    Aufgrund der Optik wäre ich ganz glücklich mit einem Holladrad – glaub ich – und die gib’s ja doch schon für 300. Sind solche in dieser Preisklasse habwegs zu gebrauchen oder ist das nun eher ein Wegwerfmodell?
    LG, Franzi

  8. Edgar

    Man sollte wahrscheinlich zum Fahrradshop gehen. Ich weiss nicht, ob man so gut wegkommt, wenn man ein rad im Netz kauft. Beratung, Probefahrt – das alles bietet dir ja ein guter Fahrradshop. Und bei kleinen Händlern kann man ja ggf. auch den Preis noch verhandeln. Online beitet sich immer zum Preisvergleich an.



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