Musik-Promotion: Was funktioniert?

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Das Internet bietet für Musiker zahlreiche Möglichkeiten sich zu präsentieren, doch welche Plattform macht Sinn?

  • mySpace bietet eine schnelle Möglichkeit sich über einen Künstler zu informieren, fix mal eine mp3 hören oder ein Video anschauen.
  • Von last.fm bin ich immer noch recht begeistert, es ist eine der besten Möglichkeiten Musik zu hören, die man zuvor nicht kannte aber einem gefallen könnte. Der Musiker erhält für seine gespielten Songs auch noch eine kleine finanzielle Anerkennung.
  • Eine Website und / oder ein Blog sollten für jeden Musiker selbstverständlich sein.
    • Eine Website empfiehlt sich eher für statische Inhalte.
      Diskografie und Biografie.
      Hier wird leider aber oft zu viel Wert auf das Styling gelegt. Viele Seiten sind durch Flash-Intros und zahlreichen Effekten fast ungenießbar.
    • Ein Blog hat den großen Vorteil, dass der Fan den RSS-Feed abonnieren kann und so alle News direkt erhält. (Konzerte, Releases u.a.)
      Außerdem ist die Eingabe bequemer (nicht jeder Musiker kennt sich mit html und dergleichen aus)
Fazit:
Website ist Pflicht. | last.fm sinnvoll | mySpace hilfreich

Aktionen

Das Internet ist ein Netz! Und im Netz muss man Fäden ziehen.

  • Gewinnspiele
    Leider ziehen Gewinnspiele oft nur Leute an, die alles umsonst haben wollen. Man erreicht damit keine (oder nur wenige) Käufer. Zudem muss man noch in einen Preis investieren.
  • Blogparaden
    Wenn das Thema interessant ist, kann dadurch eine Lawine losgelöst werden. Blogger sind schreibfreudig und verlinken gerne.
  • Contest (Remix Wettbewerbe)
    Finde ich persönlich sehr spannend. Durch die Auseinandersetzung mit einem Künstler entsteht eine Art Verbundenheit. Als Gewinn winkt meist eine Veröffentlichung auf der Maxi CD. Nachteil: Es erreicht nicht die Massen.
  • Gratis mp3
    Ähnlich wie bei den Gewinnspielen. Zum „Anfüttern“ kann das hilfreich sein. Aber ein mp3-Streaming sollte ausreichend sein.
Fazit:
keine Gewinnspiele | ja zu Blogparaden | Remix Contest sehr gerne | Gratis mp3 nett aber nicht effektiv

Aufmerksamkeit erreichen

Doch wie kann man diese Aktionen bekannt machen:

  • Werbung
    Werbung ist im Internet etwas heikel. Vielfach nervt sie einfach nur. Durch diverse Browser-Filter erreicht sie evtl. nicht das Ziel und mit Kosten ist sie auch verbunden
  • Email
    Ungefragt Emails zu versenden ist überaus riskant. Schnell sind die Leute genervt und schieben die Email in den Spam-Ordner. Wenn Emails, dann sehr gezielt einsetzen.
  • Virales Marketing
    Mund-zu-Mund-Propaganda ist die vermutlich erfolgreichste Methode.
    Dabei muss jedoch der Inhalt stimmen.
Fazit:
Werbung zweifelhaft | Emails nur gezielt | Viral schwierig aber effektiv

Blogger unterstützen

Um eine Veröffentlichung in Blogs zu forcieren, empfiehlt es sich, dem Blogger Material zur Verügung zu stellen:
– Logo der Band, Gruppenfoto
– Alben Cover
– Audio- und Videoplayer zum Einbauen
– Tracklist, Songtext

Führend was die Einbindung in Websites angeht ist für meinen Geschmack Amazon.
Die bieten zahlreiche konfigurierbare Widgets an. Code kopieren und einfügen – fertig! Genial! (siehe Beispiel rechts)


Übrigens:

  1. 85 Prozent aller im Web zum Verkauf stehenden Musiktitel werden kein einziges Mal heruntergeladen. [Quelle: Tagesanzeiger.ch]
  2. Udo Raaf schreibt im Tonspion

    Fansein bedeutet heute nicht mehr, rares und neues Material zu ergattern oder auf jedes Konzert zu gehen.
    Fansein erledigt man heute mit einem Mausklick. Einmal adden hat sich der Fall…


  1. Steven

    Fazit: Website ist Pflicht. | last.fm sinnvoll | mySpace doof aber hilfreich

    Da kann ich leider nicht zustimmen. Beide sind very doof und absolut schädlich für die Musikbranche.
    Warum? last.fm führt keine GEMA Lizenzen ab und nutzt alles kostenlos mit dem Argument der Werbeeinnahme, die aber leider nie stattfindet.
    MySpace impliziert beim Musiker das Portal mit „Vollkompetenz“, denn in Kürze will sich diese Plattform zum Content aggregator wandeln. Das bedeutet damit ein Verlust von exklusiven Verwertungsrechten.

    Deshalb doof bleibt doof….



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